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Üb er di e

Ina Böckl er-Hutw erkstatt:

Das Ina Böckler Hutgeschäft wird in
München gegründet. Es befindet sich
im Couturehaus Stucki, in der Residenz-
strasse. Im 20er-Jahre-Stil werden eng
anliegende Filzkappen und Helmmodelle
im Stil von Metropolis – Fritz Lang
gefertigt, auch schmale Stirnbänder mit
Federn. Wenig später bezieht Frau
Böckler einen eigenen Laden in der
Perusastrasse. Marlene Dietrich kauft
einen cremefarbenen Filzhut im
Herrenstil.

 

Frau Böckler bezieht die Theatinerstr, 35.
Es ist ein heller Hut-Salon mit dreizehn
Meter Schaufensterfront. Eine Wendel-
treppe führt hinauf in die Werkstätten,
wo 20 Modistinnen für das Theater und
das neu aufkommende Fernsehen Kopf-
bedeckungen anfertigen. Die moderne
Münchnerin bestellt bunte Strohglocken
aus französischen Strukturgeflechen.
Die Schauspielerin Elisabeth Wimmer
vom Münchner Residenztheater sagt:“
Die bunten Hüte hinter dem langen
Glasschaufenster sehen aus, wie ein
Aquarium mit bunten Fischen darin“

Julia Lösch, eine Auszubildende über-
nimmt den Ina-Böckler-Hut-Salon. Ellen
Schuster ist fast neunzig. Riesige geo-
metrische Hüte zu Platinschmuck von
Niessing und die Escada-Modenschauen
bilden die Grundlage zu ihrer ersten
Kollektion. Florenz mit seinen Stroh-
geflechten löst Paris als Bezugsquelle
für Material ab. Thea Gottschalk bestellt
einen übergroßen, schwarzen Hut. Ihr
Mann Thomas witzelt, dafür müsse das
Ersatzrad aus dem Jeep.

Der Ina Böckler Hutladen wird zu einem Werkstattverkauf im 1. Stock umgewan-
delt. Die Kundinnen können nun sehen,
wie die Hüte entstehen und bei der Ma-
terialauswahl dabei sein. Federkreatio-
nen oder Schleierhüte im Stil von Kate Middleton und Tellerformen entstehen
in allen Abstufungen von pink. Hoch-
zeiten werden zum wichtigsten Fest für
die Kundinnen.

Im Krieg ist die Perusastr. 2 völlig aus-
gebombt. 1949 zaubert Frau Böckler in
einigen Behelfsläden aus Resten fanta-
sievolle Faschingshüte. Bälle finden wie-
der statt. Wer kann, lässt sich komische
Kopfbedeckungen kreieren. Die ausge-
hungerten Nachkriegsmünchnerinnen
nutzten jede Gelegenheit zum Feiern.

Frau Ellen Schuster übernimmt das
Hutgeschäft ihrer fast hundertjährigen
Mutter. Aus kleinen eckigen Kappen, die
schräg am Kopf sitzen, wachsen spitze
Samtblätter heraus. Sie fährt regelmäßig
nach Paris, um Inspirationen für die
neueste Hutmode mitzubringen. Auch
kauft sie dort jedes Jahr die schönsten
Hutmaterialien ein. Sie werden bis heute
verwendet.

Der bayerische Kardinal Ratzinger wird
Papst Benedikt. Viele Münchnerinnen
fahren nach Rom in den Vatikan. Im
Atelier entstehen Spitzenkopftücher
und Mantillas für die Audienzen. Ob
mit klassischer Blütenspitzen oder
grafischen Motiven, jedes Tuch
ist ein Einzelstück.

1923

19 5 0

1991

20 1 1

1949

1958

20 0 5

Tel: 089-222101 · Theatinerstr.35 · 80333 München · Eingang Residenzpassage im 1.OG

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